Die Hölle ist heute oft ein belächeltes Thema – als Schimpfwort, als Filmkulisse, als Witz. Doch sie und der Himmel sind die beiden Orte, an die Menschen nach ihrem Tod gelangen, und beide sind ewig.

Der Grund dafür ist, dass Gott den Menschen als Ewigkeitswesen erschaffen hat. Ein ewig lebendes Wesen benötigt einen ewigen Aufenthaltsort.

Warum ist der Mensch ein Ewigkeitswesen? Ist nicht sein Körper sterblich?

Die Bibel erklärt uns, dass jeder Mensch aus zwei Teilen besteht: einer materiellen und einer immateriellen Komponente. Die materielle, sichtbare Komponente wird durch unseren Körper gebildet. Dieser wird sterben und nach dem Tod wieder zu Staub zerfallen, aus dem er gemacht ist. Die immaterielle Komponente hingegen ist der unsichtbare Geist, der unsterblich ist.

Die Tatsache, dass wir ewig leben werden, sollte uns erschrecken! Denn nach dem Tod ist es nicht einfach „aus“, wie die Atheisten hoffen. Stattdessen geht es weiter. Die Frage ist nicht, ob es weitergeht, sondern wie.

Einige Sekten oder Religionen behaupten, dass man zwar nach dem Tod in die Hölle kommen könne, dort jedoch vollständig ausgelöscht würde. Andere behaupten, man komme nur für eine Weile in die Hölle und werde dann irgendwann wieder freigelassen, um in den Himmel zu kommen.

Doch diese Behauptungen sind falsch. Die Hölle ist ein Ort, an dem die Verurteilten ewig leiden. Die Bibel beschreibt dies an mehreren Stellen mit sehr ernsten Worten. Im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, heißt es:

‚...und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit; und … [sie] haben keine Ruhe Tag und Nacht…”

(Offb 14,11)

An dieser Stelle regt sich bei vielen Zeitgenossen vehementer Widerstand. Die einen sagen, Gott gebe es überhaupt nicht. Die anderen sagen, Gott würde so etwas nicht tun, er würde niemanden verdammen.

Doch es zeugt von wenig Realitätssinn, den Tatsachen auszuweichen. Was Gott festgelegt hat, können wir nicht ändern – mit Gott kann man nicht diskutieren. Das wäre so, als ob man mit der Schwerkraft diskutieren wollte. Oder wenn wir behaupten, es gäbe die Schwerkraft zwar, aber man würde nicht zu Schaden kommen, wenn man nur einen Glauben habe, der stark genug sei. Man müsse nur fest genug glauben, dann könne man auch aus dem zehnten Stock ohne Sicherung springen und es würde nichts passieren. Aber was wird passieren, wenn man unten aufkommt? – Die Realität holt einen ein. Wir lernen daraus: Es ist viel klüger, der Realität ins Auge zu sehen, als zu versuchen, ihr aus dem Weg zu gehen. Und die ultimative Realität ist Gott. Gott definiert, was real ist und was nicht. Und hier ist besonders wichtig: Gott ist heilig und sein Zorn über jedes Ignorieren seiner Person und seiner moralischen Gebote ist real!

Wenn das alles wäre, wäre es schlecht um uns bestellt. Denn alle Menschen haben gesündigt und der Himmel bliebe für immer leer.

Doch Gott will nicht, dass wir verurteilt werden, denn er ist nicht nur heilig und absolut gerecht, sondern vor allem auch Liebe.

Hier scheint ein Widerspruch zu liegen: Wie kann ein Gott, der Liebe ist, Menschen ewig verurteilen? Die Antwort ist, dass Gott von seinem Wesen her sowohl vollkommen gerecht als auch Liebe ist. Er kann keine dieser beiden Wesenszüge einfach beiseitelegen. Daher hat er einen Ausweg für uns geschaffen – einen, der ihn selbst alles gekostet hat. Einen Ausweg, der seinem Wesen als liebender Gott vollkommen gerecht wird: Er nahm vor rund 2000 Jahren in Jesus Christus menschliche Gestalt an. Er lebte unter den Menschen und bezahlte am Kreuz die Strafe für unsere Sünden. Am dritten Tag stand er wieder von den Toten auf und bestätigte damit die Gültigkeit des Opfers.

Die gute Botschaft ist nun: Wer an Jesus Christus glaubt, wird vor der ewigen Hölle gerettet. Ja, mehr noch: Gott schenkt ihm die Geburt aus dem Geist, macht ihn zu einem Kind Gottes und gibt ihm ein Erbe. Er darf ewig mit Gott zusammenleben.

Das ist ein unglaublich großzügiges Angebot. Wer es ausschlägt, tut das in der Regel nicht, weil er die bessere Alternative kennt, sondern weil er sich nicht eingestehen will, dass er Rettung überhaupt nötig hat. Doch genau das ist die entscheidende Frage: Bin ich bereit, mir das einzugestehen, und als Beweis dafür, von meinem alten Leben umzukehren?

In der ewigen Verdammnis wird es niemanden geben, der Gott zurecht anklagen könnte, denn er wird aus eigener Schuld dort sein. Er hat Gottes Liebe ausgeschlagen, das Opfer, das Jesus Christus am Kreuz brachte, und muss nun für immer den Zorn Gottes ertragen.

Sie stehen daher vor einer Entscheidung. Es ist eine Wahl zwischen ewigem Licht oder ewiger Finsternis, zwischen Himmel oder Hölle. Diese Entscheidung kann Ihnen niemand abnehmen. Aber sie ist die wichtigste Ihres Lebens. Schieben Sie sie nicht auf.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.

Die Bibel, Johannes 3, 17-18